Wann und wie muss die Entschädigung erklärt werden

Die Entschädigung für das Kopieren von Ton- und Bildwerken für den eigenen Gebrauch ist zu dem Zeitpunkt, zu dem das betreffende Gerät oder der betreffende Träger auf nationalem Hoheitsgebiet in den Handel gebracht wird.

Der Entschädigungsbeitragspflichtige ist dazu verpflichtet, einmal monatlich vor dem 20. des Monats, der dem erklärungspflichtigen Monat folgt, eine Erklärung per E-Mail, per Post oder per Fax an Auvibel zu schicken. Diese Verpflichtung gilt auch für diejenigen Monate, für die der Entschädigungsbeitragspflichtige keine Erklärung eingereicht hat.

Wenn der Entschädigungsbeitragspflichtige nichts zu erklären hat, reicht es aus, wenn er uns eine einschlägige Mitteilung mit dem Namen des Unternehmens, der Unternehmensnummer, des Bezugsmonats und mit dem Vermerk „Fehlanzeige“ zukommen lässt.

In der monatlichen Erklärung muss obligatorisch folgendes stehen:

  • Für die Gerätschaften: die Zahl sowie die Eigenschaften/Merkmale und der Basispreis, auf den die Entschädigung berechnet wird.
  • Für die Träger: die Zahl sowie die Eigenschaften/Merkmale, die Aufnahmedauer und die Kapazität

 Wichtige Hinweise

Für Hersteller und Großhändler gilt als Basispreis für die Berechnung der Entschädigung ihr Verkaufspreis! Es muss der Verkaufspreis zum Verkaufsdatum
angegeben geben! Sowohl für die Geräte als auch für die Träger ist der Zeitpunkt des Verkaufs auch der Zeitpunkt der Entschädigungszahlung. Für Einzelhändler gilt als Basispreis für die Berechnung der Entschädigung ihr Einkaufspreis, multipliziert mit dem Koeffizienten 1,2 ! Es muss der Einkaufspreis
zum Einkaufsdatum erklärt werden! Die Entschädigung wird zum Zeitpunkte des Einkaufs geschuldet.

Genauere Regeln für die Entrichtung der Entschädigung

Auvibel erstellt eine Rechnung auf der Grundlage der Auvibel zugeschickten Erklärung.
Hersteller und Großhändler bezahlen die Entschädigung für das Kopieren von Ton- und Bildmaterial für den persönlichen Gebrauch innerhalb einer Frist von sechzig (60) Tagen.
Einzelhändler entrichten die Entschädigung für das Kopieren von Ton- und Bildmaterial für den persönlichen Gebrauch innerhalb einer Frist von fünfzehn (15) Tagen bzw. 2 Wochen.

Einige Beispiele

  • Das Unternehmen A mit dem Sitz in Belgien mit einer Belgischer Unternehmensnummer erwirbt im Januar 2006 von dem Unternehmen B, einem Großhändler, ebenfalls mit dem Sitz in Belgien mit einer Belgischer Unternehmensnummer, tausend Stück DVD-Recorder zum Preis von 220,00 € das Gerät + 6,60 € Auvibel-Beitrag (ohne Mehrwertsteuer). Firma A verkauft im Januar, Februar und März 2006 diese tausend Stück an belgische Abnehmer zum Preis von 280,00 € das Stück + 6,60 € Auvibel-Beitrag (ohne Mehrwertsteuer). Unternehmen A entrichtet die Entschädigung dem Unternehmen B und braucht für dieses Geschäft keinerlei Erklärung bei Auvibel einzureichen. Das Unternehmen A hat darüber zu wachen, dass das Unternehmen B auf seiner Verkaufsrechnung deutlich den Betrag der Entschädigung für das Kopieren von Ton- und Bildmaterial für den eigenen Gebrauch angibt.
  • Das Unternehmen X, ein Einzelhandel mit dem Sitz in Belgien mit einer Belgischer Unternehmensnummer, erwirbt im Januar 2006 hundert Stück DVD-Recorder beim Unternehmen Y mit dem Sitz in England zum Preis von 220,00 € pro Stück. Das Unternehmen X bezahlt einen Verkaufspreis von 280,00 € (ohne Mehrwertsteuer) pro Stück und verkauft zwanzig Stück im Januar 2006, vierzig Stück im Februar 2006 und noch mal vierzig Stück im März 2006. Die Entschädigung in Höhe von 3 % wird in diesem Fall auf den Einkaufspreis mal 1,2, mit anderen Worten 220,00 € x 1,2 = 264,00 € berechnet und beläuft sich demzufolge auf 7,92 € (ohne Mehrwertsteuer). Unternehmen X berechnet seinen Kunden einen Einheitspreis von 280,00 € + 7,92 € Auvibel-Beitrag (ohne Mehrwertsteuer). Das Unternehmen X erklärt in seiner Auvibel-Erklärung für den Monat Januar 2006 (Datum des Einkaufs) einen Betrag von 7,92 € x 100 = 792,00 €.
  • Das Unternehmen X, ein Einzelhandel mit dem Sitz in Belgien mit einer Belgischer Unternehmensnummer, erwirbt im Februar 2006 tausend Spindles (50 Stück) DVD-R bei dem Unternehmen Z mit dem Sitz in Deutschland zum Preis von 25,00 € pro Spindle. Das Unternehmen X legt daraufhin einen Verkaufspreis von 29,00 € o. MwSt. pro Spindle fest und verkauft in seinen belgischen Niederlassungen siebenhundert Spindles in den Monaten Februar, März und April 2006 sowie an sein Schwesterunternehmen in Spanien dreihundert Spindles im Februar 2006. Die Entschädigung, die in diesem Fall gilt, beläuft sich auf 0,59 € (ohne Mehrwertsteuer) pro Spindle, mit anderen Worten 0,59 € x 50 = 29,50 € (ohne Mehrwertsteuer) pro Spindle. Das Unternehmen X berechnet seinen Ladenkunden in Belgien einen Spindlepreis von 29,00 € + € 29,50 Auvibel-Entschädigung (o. MwSt.). Seiner spanischen Schwesterfirma stellt das Unternehmen X einen Spindlepreis von 29,00 € in Rechnung. Das Unternehmen X vermerkt in seiner Erklärung für den Monat Februar 2006 (Datum des Einkaufs) einen Betrag von 29,50 € x 1000 = 29.500,00 €. Gleichzeitig kann für die dreihundert Spindles, die nach Spanien ausgeführt wurden, gegen Vorlage entsprechender Nachweise (Kopien der Einkaufsrechnung sowie der Verkaufsrechnung und der Transportpapiere) eine Erstattung beantragt werden.

Kontakt

Zögern Sie nicht mit uns in Verbindung zu treten.